Feinstaub Belastung

Feinstaub durch Schlot eines Industriebetriebes
©Gina Sanders#49710283@fotolia.com

Experten messen häufig einen hohen Anteil von Feinstaub in Deutschland. Diese winzigen Partikel stellen für Menschen eine große gesundheitliche Gefährdung dar. Deswegen reagieren die Behörden mit verschiedenen Maßnahmen, um eine zu große Belastung durch Feinstaub in Deutschland zu vermeiden.

Feinstaub kann zahlreiche Erkrankungen verursachen

Bei Feinstaub handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Teilchen, die sehr klein sind und durch die Luft schweben. In dieser Winzigkeit liegt die Gefahr für die Menschen. Natürlicher Schutz, wie zum Beispiel die Nasenhärchen, funktionieren nicht. Feinstaub kann bis in die Lungen gelangen und sich dort festsetzen. Dringen sie in Lungenbläschen ein, steigt die Wahrscheinlichkeit von Lungenkrebs.

Asthmatiker leiden bei hoher Belastung mit Feinstaub unter stärkeren Atmungsproblemen. Mediziner verweisen zudem auf erhöhte Risiken, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Allergien können dadurch ebenfalls ausgelöst werden. Kinder leiden unter Feinstaub in Deutschland und in anderen betroffenen Gebieten besonders: Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Mittelohrentzündungen und Feinstaub.

Feinstaub Problem vor allem in Großstädten

Besonders Großstadtbewohner sehen sich den vielfältigen Risiken ausgesetzt. Hier leben viele Menschen auf geringer Fläche, das Verkehrsaufkommen ist hoch. Fahrzeuge erhöhen die Konzentration von Feinstaub enorm, unter anderem durch die Motoren und Reifenabrieb. Auch Heizungsemissionen sorgen für einen Anstieg des Feinstaub-Anteils. Feinstaub in Deutschland steht als Problem deshalb vor allem in den Metropolen und dicht besiedelten Gebieten wie dem Ruhrpott auf der politischen Agenda.

Maßnahmen gegen Feinstaub in Deutschland

Die Europäische Union schreibt den Mitgliedsstaaten vor, bei einer gewissen Anzahl an Grenzwertüberschreitungen in einzelnen Kommunen einen Aktionsplan aufzustellen und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Da Feinstaub in Deutschland vielerorts diese Grenzwerte zu häufig übertrifft, gibt es mittlerweile in einigen Großstädten Umweltzonen. Diese dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die wenig Feinstaub produzieren. Dafür hat der Gesetzgeber die Feinstaubplakette eingeführt, an welcher Ordnungsbehörden die Berechtigung erkennen können. Zudem fördert der Staat Partikelfilter für Autos, um den Feinstaub in Deutschland zu reduzieren.