Feinstaub im Büro

Feinstaub im Büro
©Igor Mojzes#54268259 – Fotolia.com
Feinstaub im Büro verstopft die Atemwege. Feinstaub im Büro steht im Verdacht, zahlreiche Allergien auszulösen. Wegen des Verkehrs in der Stadt und der heutigen Luftverschmutzung ist der schwebende Dreck allgegenwärtig, außer im trauten Büro? Das glaubten viele bisher. Neue Untersuchungen belegen dagegen, im durchschnittlichen Büro zirkuliert eine schädliche Menge der Substanz. Seine Quelle sind Drucker und Kopierer.

Feinstaub im Büro durch Toner

Lange war das „Gift aus dem Toner“ ein Mythos unter Büroangestellten. Viele fühlten sich krank, litten an gereizten Augen, Bronchitis und schlimmstenfalls an Asthma. Es musste sich erst eine „Interessengemeinschaft Tonergeschädigte“ bilden, die Untersuchungen des Phänomens unternahm. Tatsächlich ermittelten die Wissenschaftler eine nicht geringe Dosis Feinstaub, die vor allem von Laserdruckern und Kopieren in Betrieb verblasen wird. Einfacher Staub ist aber nur ein Anteil eines noch giftigeren Gemisches.

In kleinen aber schädlichen Mengen geraten mit dem Feinstaub im Büro Phenol, Styrol, Benzol, Dibutylzinn, Kobalt und Nickel in die Luft. Sogar Ozon wird während des Druckens produziert. Es greift besonders die Augen an. Dazu kommt eine Verunreinigung, die von unsauberen Klimaanlagen bekannt ist: Keime und Bakterien. Auch sie wirbeln durch Feinstaub im Büro herum, finden hier ihr perfektes Arbeitsklima. Innerhalb einer Stunde pumpt ein Laserdrucker circa 8 qm³ unreine Luft ins Büro.

Moderne Geräte verringern die Feinstaub Belastung im Büro

Unternehmen können kein Interesse an chronisch kranken Mitarbeitern haben, außer es rechnet sich trotzdem oder die Krankheiten werden nicht anerkannt. Bronchitis und chronischen Asthma lassen sich jedoch nicht simulieren. Verbindungen zu anderen Atemwegserkrankungen und sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Feinstaub im Büro sind kaum zu leugnen. Aber können Unternehmen auf Hochleistungsdruckverfahren genauso einfach verzichten, wie manche aus Gesundheitsgründen schon auf ergonomische Büromöbel setzen? Kaum. Bessere Lüftungssysteme oder abgetrennte Räume für Büro und Drucker (Bluetooth-Übertragung) könnten den Schaden begrenzen. Eine verstärkte Digitalisierung von Dokumenten wäre ideal.

Feinstaub im Büro als Herausforderung für Hersteller

Die Drucker-Entwickler sind gefragt. Denen wird es künftig schwerfallen, die Schädlichkeit ihrer Geräte zu bestreiten. Vielmehr sollten sie sich gezwungen sehen, die heutige Laserdruck-Technologie weiterzuentwickeln. Denn bis zu dem Tag, an dem Bürodokumente überall nur noch in digitaler Form verwendet werden, wird noch Zeit ins Land gehen. Solange wird es Feinstaub im Büro geben. Vielleicht werden Produkttester die Schadstoffbelastung von Druckern bald ebenso scharf prüfen wie bei Fahrzeugen. Das wäre ein erster Fortschritt.