Gefahr durch Feinstaub Laserdrucker?

Kaum ein Büro kommt ohne sie aus: Feinstaub Laserdrucker am Arbeitsplatz sind ebenso verbreitet wie umstritten. Bei jedem Druckvorgang schleudern sie kleinste Partikel in die Luft, die beim Menschen zu einer Schädigung der Lungenzellen führen können. Eine Studie des Umweltmaterialamtes nennt nun erstmals konkrete Zahlen zur Höhe und Zusammensetzung dieser Feinstaubemissionen. Ein Grund mehr, beim Umgang mit Laserdruckern gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Feinstaub Laserdrucker beeinträchtigen die Gesundheit

Feinstaub aus dem Laserdrucker

Feinstaub aus dem Laserdrucker ist ein ernstes Problem.©Cmon#16127009@fotolia.com

Atemwegserkrankungen, Kreislaufprobleme, trockene Augen: Feinstaub Laserdrucker stehen seit Längerem im Verdacht Beschwerden wie diese auszulösen. Und obwohl es noch keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte für die Feinstaubemission im Büro gibt, haben die ersten Gerichte Belastungsreaktionen auf Druckerstaub als Berufskrankheit anerkannt. Eine aktuelle Studie scheint das Gesundheitsrisiko durch Feinstaub Laserdrucker zu bestätigen: Im Auftrag des Umweltministeriums wurden vom Bundesmaterialamt zehn Geräte unterschiedlicher Hersteller unter die Lupe genommen. Getestet wurden sowohl die Höhe des Feinstaubausstoßes, als auch die Zusammensetzung der Nanopartikel. Das Ergebnis: Pro Druckseite konnte eine Feinstaubemission von bis zu 3 Milliarden Partikel nachgewiesen werden, die zum Teil mit giftigen Schwermetallen wie Brom, Nickel oder Zink belastet waren.

Wie sich die Feinstaubemission im Büro reduzieren lässt

Wer sich vor schädlichen Emissionen aus dem Feinstaub Laserdrucker schützen will, sollte diesen zunächst einmal mit einem Feinstaubfilter ausstatten, der zumindest einen Teil des Ausstoßes zurückhält. Außerdem ist es ratsam, das Gerät in einem separaten Zimmer aufzustellen, das gut gelüftet werden kann. Ist dies nicht möglich, sollte zwischen Schreibtisch und Feinstaub Laserdrucker dennoch ein Mindestabstand von 5 Metern eingehalten werden, wobei die Lüftungsschlitze des Geräts nicht in Richtung des Arbeitsplatzes zeigen dürfen. Steht ein Kartuschenwechsel an, sollte verschüttetes Tonerpulver sofort entfernt werden, am besten mit einem feuchten Tuch.

Letzter Ausweg: Austausch des Laserdruckers

Nehmen die gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz überhand, ist der Austausch des Gerätes oft die letzte Option. Tintenstrahldrucker sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie es in puncto Schnelligkeit und Druckqualität mit dem Feinstaub Laserdrucker aufnehmen können – und das ganz ohne gefährliche Begleiterscheinungen.