Wie Feinstaub unser Leben beeinflusst

Ob wir wollen oder nicht – Feinstaub gehört zu unserem Alltag. Besonders wer sich in Ballungsräumen aufhält, kann sich dem kaum entziehen. Feste und flüssige Partikel, die wir unbemerkt als Feinstaub mit der Atemluft aufnehmen, haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser Leben und unsere Gesundheit.

Feinstaub – unsichtbare Gefahr in der Luft

Meist dringt Feinstaub nur in unser Bewusstsein, wenn er als bedrohliche Dunstglocke über unseren Städten hängt, in der Regel bleibt Feinstaub jedoch ein unsichtbarer Feind, der unsere Gesundheit bedroht. Die Schwebstoffe können sich aus den unterschiedlichsten Komponenten zusammensetzen. Im urbanen Raum enthalten sie oft krebserregende Stoffe wie Schwermetalle. Für den Feinstaub in Deutschland sind vor allen Dingen Emissionen von Fahrzeugen, Heizkraftwerken und Industriebetrieben verantwortlich. Aber auch Quellen im häuslichen Bereich wie Laserdrucker oder Kaminöfen tragen zur Feinstaubbelastung bei.

Keine Entwarnung bei Feinstaub

Zwar sinkt die Belastung mit Feinstaub in Deutschland seit der Jahrtausendwende kontinuierlich, doch ist dies keineswegs Grund zur Entwarnung. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO haben auch Konzentrationen von Feinstaub, die erheblich unter den Grenzwerten liegen, langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Gesundheitsrisiken durch Feinstaub

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bei hohen Konzentrationen von Feinstaub in Deutschland vermehrt Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen auftreten. Besonders ultrafeine Partikel sind gefährlich für unsere Gesundheit. Sie gelangen über die Lunge bis in den Blutkreislauf und führen zu einer vermehrten Plaquebildung in den Blutgefäßen. Besonders fatal können sich die Schwebstoffe auf Kinder auswirken. Oft entwickeln sie schon in den ersten Lebensjahren chronische Atemwegserkrankungen, aber auch ältere Personen mit Vorerkrankungen wie Asthma sind überdurchschnittlich gefährdet.

Alarmierende Ergebnisse bei Feinstaub

Zu einem alarmierenden Schluss kam die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie. Es sei davon auszugehen, dass Feinstaub in Deutschland mehr Todesfälle verursache als der Straßenverkehr. Zudem haben Untersuchungen eindeutig einen Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastung und einer Verringerung der Lebenserwartung um 1-2 Jahre bewiesen. Ein bewusster Umgang mit Emissionen, die wir selbst verursachen, könnte zu einer geringeren Feinstaubbelastung beitragen und unsere Lebensqualität wesentlich verbessern.