Kamin Feinstaub

Den Begriff Feinstaub gibt es seit dem Jahr 1987. Es handelt sich dabei um kleine Partikel, die vom Menschen eingeatmet und nicht von den feinen Härchen im Nasenraum zurückgehalten werden können. Sie gelangen ebenfalls in die Atemwege und können einen bleibenden Schaden verursachen. Der primäre Feinstaub wird direkt an der Quelle verursacht und dabei sind Partikel, die durch das Abbrennen von Holz entstehen, die häufigste Ursache für Atemwegserkrankungen.

Den Kamin Feinstaub reduzieren

Kamin Feinstaub
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Jeder, der eine Feuerstelle in seinem Haus verwendet, möchte damit zunächst seine Heizkosten reduzieren. Gleichzeitig sollte er dafür sorgen, dass er den Kamin Feinstaub reduziert und damit einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Um zunächst einmal zu erfahren, wie hoch die Belastung wirklich aussieht, ist ein Feinstaubmessgerät unersetzlich. Dieses gibt dem Verbraucher genaue Daten über die Emission an Feinstaub, die von seiner Brennstelle ausgeht. Das Feinstaubmessgerät gibt es in unterschiedlichen Varianten zu kaufen und kann je nach Modell sogar an verschiedenen Orten eingesetzt werden.

Strengere Richtlinien für Kamin Feinstaub

Ab dem Jahr 2015 gelten verschärfte Bestimmungen für Privathaushalte. Feuerstätten dürfen nur noch dann eingebaut werden, wenn sie den ab dann geltenden Grenzwerten für Feinstaub entsprechen. Jeder Verbraucher kann aber schon jetzt etwas gegen den Kamin Feinstaub unternehmen. Elektrostatische Artikelabscheider gibt es für jede Brennstelle und diese kann kostengünstig nachgerüstet werden. Etliche Anbieter haben sich bereits jetzt auf die neuen Bestimmungen des Gesetzgebers eingestellt und verkaufen nur noch Anlagen, die den künftigen Normen entsprechen.

Wie funktionieren die Artikelabscheider?

Nur ein Feinstaubmessgerät zeigt dem Verbraucher, wie hoch der Kamin Feinstaub seiner Anlage ausfällt. Um die Belastung deutlich zu mindern, gibt es im Handel preiswerte Artikelabscheider. Dazu wird an den Kamin ein Filter installiert, der mit einem Thermofühler und Elektroden ausgestattet ist. Steigt die Temperatur, dann lagert sich der Kamin Feinstaub an der Außenwand des Kamins ab und wird vom Schornsteinfeger entfernt.

Feinstaub aus dem Kaminofen

Brennholz vor einem Kamin
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Immer mehr Menschen setzen heute auf Wärme aus dem Kaminofen. Ein knisterndes Feuer wärmt und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Doch ist das flackernde Feuer nicht ganz ungefährlich: Setzt doch das Verbrennen von Holz in Kaminöfen Feinstaub frei. Das ist nicht nur für die Umwelt schädlich, sondern auch für die Gesundheit der Bewohner.

Gefährlicher Feinstaub aus dem Kaminofen

Nicht nur Fahrzeuge produzieren Feinstaub. Auch ein Kaminofen produziert bei der Verbrennung die gefährlichen, extrem kleinen Rußpartikel. Das sind unverbrannte Kleinstoffe, die in die Luft abgegeben werden. Diese Partikel dringen tief in die Lungen ein. Kommen sie mit bestimmten Körperstellen in Kontakt, so können Entzündungsreaktionen ausgelöst werden und schlimmstenfalls das Erbgut geschädigt. Nicht nur wegen dem abgegebenen Feinstaub ist ein Kaminofen bedenklich für die Gesundheit: Die Partikel aus dem Holzfeuer enthalten sehr viele polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Ein Grund also die Produktion von Feinstaub im Kaminofen zu minimieren.

Weniger Feinstaub aus dem Kaminofen

Neue Kaminöfen sind in Bezug auf Feinstaub in der Regel weniger gefährlich als veraltete Öfen. Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, dass alte Feuerungsanlagen schrittweise gegen feinstaubarme Öfen ausgetauscht werden müssen. Je nach Alter gelten unterschiedliche Übergangsfristen, über die der zuständige Schornsteinfeger im Rahmen der regelmäßigen Feuerstättenschau informiert.

Die richtige Heiztechnik machts

Trotzdem kann Feinstaub auch von einem Kaminofen neuer Bauart produziert werden. Grund hierfür sind Fehler beim Beheizen des Ofens. Wichtig ist: nur trockenes, mindestens zwei Jahre gelagertes, Holz verfeuern, das reduziert den Staubgehalt. Sinkt die Restfeuchte von 25 auf 14 Prozent, sinkt der Feinstaubausstoß um die Hälfte. Per Gesetz darf in einem Kaminofen nur Holz mit einer Restfeuchte von maximal 25 Prozent verfeuert werden. Auch mit dem Anzünden eines Feuers in Kaminöfen kann der Feinstaub-Gehalt reduziert werden. So sollte Feuer von oben angezündet werden. Das verhindert, dass Holz über längere Zeit nur schwach brennt.