Feinstaub in der Wohnung

Feinstaub wird von Experten als ernste Gefahr für die Gesundheit eingestuft. Dabei ist vor allem der Feinstaub aus dem Straßenverkehr gemeint, der durch die Auspuffgase der Autos entsteht und auch in den eigenen vier Wänden droht. Dies ergibt eine Feinstaubmessung.

Feinstaub in der Wohnung

Oft wird Feinstaub gerade in der Nähe von vielen Industrieanlagen gemessen. Feinstaub in der Wohnung ist jedoch weitaus gefährlicher als an einer Straßenkreuzung. In den Innenräumen ist dies schlechter und relevanter als in der Außenluft und für Innenräume sind nicht einmal gesetzliche Regelungen vorhanden. Mit einer Feinstaubmessung können Sie die genaue Belastung in Ihrer Wohnung ermitteln.

Als Schadstoffquellen gelten hier besonders Kopierer und Laserdrucker. Auch Tabakqualm, Staubsauger und der Staub unter ihrem Sofa verpestet die Luft. Aber auch beim Kochen und Braten, die Verwendung von Öllampen, Heizöfen, Kaminen und andere entsteht der schädliche Staub.

Den Feinstaub in der Wohnung bekämpfen

Wenn Ihnen die Feinstaubmessung zeigt, dass der Wert bedenklich hoch ist, sollten Sie den Feinstaub in der Wohnung bekämpfen. Dies ist mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglich. Beim Kochen sollte eine Dunstabzugshaube zum Einsatz kommen.

Sie sollten einen hochwertigen Staubsauger verwenden, der die Luft nicht aufwirbelt und einen Fein- oder Hygienefilter besitzt. Auch regelmäßiges Lüften, am besten in den Abend- oder Nachtstunden ist angesagt. Auch nass Staub Wischen bekämpft Feinstaub in der Wohnung.

Feinstaub pm2,5

Bei Feinstaub pm2,5 handelt es sich um Feinstaub, bei dem die Hälfte der Partikel einen Durchmesser von 2,5 Mikrometer haben, außerdem gibt es einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen und einen größeren Anteil von kleineren Teilchen. Die Partikel können mit bloßem Auge nicht gesehen werden, denn sie haben etwa die Größe von Bakterien.

Das tückische für die Feinstaub Gesundheit ist, dass er in nicht nur in die Lunge eindringt, sondern sogar in die Lungenbläschen gelangen kann. Darüber hinaus kann er Tag, ja sogar Wochen in der Atmosphäre verbleiben. Aufgrund der geringen Größe kann Feinstaub pm2,5 über eine größere Entfernung (bis zu 1000 Kilometer) transportiert werden.

Feinstaub pm2,5 beeinträchtigt die Atemwege und das Herz-Kreislaufsystem

Die Feinstaub Gesundheit ist ein wichtiges Thema, denn Feinstaub pm2,5 wird für einen Großteil von Atemwegserkrankungen verantwortlich gemacht. Feinstaub pm2,5 dringt in die Lunge ein und wird dort als Fremdkörper identifiziert. Es kann in der Lunge zu entzündlichen Veränderungen kommen.

Bei Asthmatikern kommt es zu einer Verstärkung ihrer Krankheit und mehr Menschen müssen aufgrund von Feinstaub pm2,5 die Krankenhäuser aufsuchen. Wie eingangs erwähnt, dringt Feinstaub bis in die Lungenbläschen vor und da die Lunge direkt mit dem Blutkreislauf verbunden ist, kommt es auch hier zu Beeinträchtigungen, die bis zum Herzinfarkt führen können.

Kancerogenität von Feinstaub pm2,5

Die Feinstaub Gesundheit ist auch im Hinblick auf die krebserregende Wirkung von Bedeutung. Studien haben gezeigt, dass selbst Stoffe, die nicht von sich aus als giftig eingestuft worden sind, Tumore in der Lunge erzeugen konnten. Bei den Studien wurde dabei mit einer realistischen Menge an Feinstaub pm2,5 gearbeitet, so dass sich die Ergebnisse durchaus auf den Menschen übertragen lassen. Wie der Lungenkrebs entsteht ist noch nicht vollständig erklärt.

Es werden zwei Möglichkeiten diskutiert: Einmal ist es der Feinstaub pm2,5 selber, der krebserregend wird. Dieser unmittelbaren Zellschädigung steht die mittelbare Gegenüber. Hier wird vermutet, dass die Fresszellen des menschlichen Immunsystems zwar die Partikel vernichten, dabei aber einen Stoff absondern, der als krebserregend gilt. Damit die Feinstaub Gesundheit erhalten bleibt, ist es unumgänglich, die Einwirkung von Feinstaub pm2,5 möglichst zu reduzieren.

Feinstaub in NRW

Feinstaub in NRW konzentriert sich besonders in Ballungsgebieten. In NRW wurden bereits am 19. März 2014 Feinstaub Grenzwerte über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Trockenheit und Windstille haben dazu geführt, dass die festgelegten Feinstaub Grenzwerte von 50 Mikrogramm an vielen Messstellen deutlich überschritten wurden. Neben dem Verkehr wird Feinstaub in NRW durch die Industrie wie in Duisburg-Marxloh/Bruckhausen hervorgerufen. Die schmutzigste Luft in NRW gibt es an der Kiebitzmühlenstraße. Nirgendwo in NRW sind die Feinstaub Grenzwerte durch Verkehr und Industrie höher.

Gesundheitsrisiko durch Feinstaub in NRW

Feinstaub in NRW bildet sich aus Dieselruß, Reifenabrieb, Abgasen von Industriebetrieben und Heizungen. Die Partikel sind so klein, dass sie eingeatmet werden und im Körper Krankheiten wie Bronchitis, Entzündungen, Asthma oder Krebs auslösen können. Deutschlandweit sterben jährlich rund 65.000 Menschen durch eine Krankheit, welche durch höhere Feinstaub Grenzwerte ausgelöst wurde.

Belastung durch Feinstaub in NRW verringern

Umweltzonen sind nicht nur in NRW ein erster Schritt, um die Feinstaub Grenzwerte nachhaltig zu senken. In einer Umweltzone dürfen nur schadstoffarme Fahrzeuge mit einer Umweltplakette fahren. Handwerksunternehmen werden seit Oktober 2013 bei der Anschaffung eines abgasfreundlichen Nutzfahrzeuges unterstützt. Wer sich für die Abgasnorm Euro sechs entscheidet, dem wird ein Tilgungszuschuss von 800 Euro gewährt. Mit der Förderung soll der Anteil der Nutzfahrzeuge mit grüner Plakette zur Senkung von Feinstaub in NRW deutlich über dem derzeitigen Stand erhöht werden.

Grüne Plakette in NRW ab ersten Juli 2014

Ab ersten Juli 2014 dürfen in NRW nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette zur Senkung der Feinstaub Grenzwerte in eine Umweltzone einfahren. Davon sind rund 20 Städte mit hohem Feinstaub in NRW wie Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Duisburg, Dortmund, Essen, Gladbeck, Gelsenkirchen sowie Herten, Herne, Mühlheim, Oberhausen und Recklinghausen betroffen. In Mönchengladbach gilt die grüne Plakette schon seit Januar 2014. Experten rechnen mit einer Senkung der Feinstaub Grenzwerte um 10-12 Prozent. Mit einer gelben Plakette darf dann noch in Münster und Remscheid gefahren werden. Das Bußgeld bei fehlender oder gefälschter Plakette liegt bei 40 Euro.